Bei einigen Familienrechtlern habe ich das Gefühl, sie haben furchtbar Angst vor skandinavischen Zuständen, in denen Eskalation nicht mit Sorgerecht und Unterhalt belohnt wird. Ihnen würde nämlich in einer Gesellschaft in der Trennungseltern die Reife abverlangt wird, ihre Trennungsverletzung beim Therapeuten und nicht mein eigenen Kind ab zu laden, das komplette Geschäftsmodell wegbrechen, aber mal ehrlich, auch wenn die feministisch orientierten Parteien, so tun, als wäre emotionale Selbstkontrolle eine Herkules Aufgabe die man keinem erwachsenen Menschen abverlangen kann, wie sollte man ernsthaft einem Elternteil die Verantwortung für ein Kind überlassen, wenn er noch nicht einmal in der Lage ist für seinen eigenen Gefühlshaushalt die Verantwortung zu übernehmen.

- Das Alter.
In der Gender Pay Gap werden alle Frauen erfasst, selbst jene, welche kurz vor der Rente stehen und deren Sozialisation noch vor den Segnungen der zweiten Welle des Feminismus statt fand.
Man wird jemanden der in den 70, als Sekretärin startete, und der dem damaligen Rollenmodell entsprechend, lange Auszeiten für die Kindeserziehung genommen hat nicht mehr zum karrieretechnischen Highperformer umerziehen, der die Männer der selben Generation als Familienfinanzierer waren. Deshalb dauert es auch so lange bis sich die Gender Pay Gap, ebenso wie die Gender Pension Gap ausschleicht. Das es nichts mit diskriminierung zu tun hat sieht man sehr schon, wenn man die Pension Gap von neuen und alten Bundesländern vergleicht:
![rentenostwest[1]](https://sexismusbeauftragter.de/wp-content/uploads/2017/07/rentenostwest1.jpg?w=684&h=362)
im Osten ist die Rentenlücke weit geringer, weil hier traditionell die Frauen seit je her angehalten waren ihre Arbeitskraft für das erstarken des Sozialismus einzubringen. Hier sind auch über die Arbeitshistorie hinweg die Löhnlücke geringer bzw. Umgekehrt, wenn z.B. in Cottbus Frauen 17% mehr Verdienen als Männer.

- Die individuelle Lebensentscheidung: Erstaunlicherweise suchen Frauen mit weniger sozialen Druck ihren Beruf eher nach Neigung aus, was man verstehen kann, denn wenn ich mir keine Sorge machen muss ob ich mit meinem Studien der französischen Literatur des 18. jahrhunderts nicht drohe zu verhungern, kann ich mich auch dafür entscheiden, und muss mich nicht durch Ingenieursstudium quälen, dass so gar nicht meinen Neigungen entspricht. Deshalb haben auch Länder wie der Iran und Indien höhere Frauenquoten in den STEM-Fächern als Deutschland, wer glaubt dass das etwas mit der Unterdrückung zu tun hat darf gerne mal einen Artikel über den Zustand des Feminismus im Iran schreiben. Und wenn es hier für Frauen so schwer ist mit der Männlichen „Übermacht“ im Ingeneursstudium klar zu kommen, dann kann ich nur Empfehlen gerade Trennungstöchter zu ihren Vätern zu schicken, dann lernen sie wie die damit umgehen ohne in Tränen auszubrechen. Als meine Tochter mal ein Praktikum bei den zu 100% aus Männer bestehenden (und nicht für ihre Politische Correctness bekannten) Bühnentechnikern des größten Deutschen Privattheaters gemacht hat, ist sie da mit ihrem ersten Fan-Club raus gekommen, was sicherlich nicht passiert wäre wenn sie zuerst einen Vortrag über toxische Maskulinität gehalten hätte.
In jedem Fall ist es hilfreich bevor man von Diskriminierung redet mal den aktuellen aktikel in der Welt zur regionalen Verteilung der Pay Gap anzuschauen.
„Der Pay Gap zugunsten der Männer ist nirgendwo höher als in Dingolfing-Landau. 38 Prozent verdient ein Mann hier im Durchschnitt mehr als eine Frau. Den höchsten Pay Gap zugunsten der Frauen hat Cottbus: 17 Prozent verdient eine Frau hier im Durchschnitt mehr als ein Mann. Aber die Frauen in Dingolfing-Landau und in Cottbus verdienen etwa gleich viel: 2791 Euro beziehungsweise 2814 Euro. Was sich allerdings unterscheidet, ist das durchschnittliche Einkommen der Männer: 4531 Euro zu 2398 Euro….Es gibt einen Pay Gap zwischen Männern. Und die Frauen? Wollte man den Pay Gap in industriestarken Regionen beseitigen, so scheint es, brauchte man mehr technikaffine Frauen.“ Also rann liebe Frauen ans STEM-Studium. - Die Fallback-Lösung EHE
Für Männer ist es immer noch eines der größten Paarungshindernisse ist, wenn sie weniger Verdienen als Frauen. Bei Frauen ist das realtiv egal, ob sie weniger oder mehr verdienen. Männer sind da wesentlich toleranter. Der einzige Grund weswegen Männer sich vermutlich sorgen machen, wenn ihre Partnerin mehr verdient, ist dass sie daran denken, „was passiert, wenn das erste Kind kommt?“, denn nach der Allensbacher Familienstudie von 2014 ist der Hauptgrund für Männer die keine Elternzeit nehmen, dass die Frauen die Zeit lieber mit dem Kind verbringen wollen. Und das kann eine hochqualifizierte Akademikerin genauso treffen wie eine Kassieren im Supermarkt.![DWO-IP-Aufgabenteiling-Familie-db-Aufm[1]](https://sexismusbeauftragter.de/wp-content/uploads/2018/03/dwo-ip-aufgabenteiling-familie-db-aufm1.jpg?w=780&h=520)
Und wenn die Männer das kompensieren sollen wird das halt schwerer, wenn der Lebensstandard an zwei Highperformer angepasst ist, noch schwerer ist, wenn ihre Partnerin die Hauptverdienerin ist. Wenn ihr Einkommen deutlich über den knapp 2.400€ liegt welche maximal einigermaßen verträglich vom Elterngeld kompensiert werden, dann kommt man als Man selbst dann schon ins Schwitzen, wenn man gleich viel oder mehr verdient. Bei meiner Frau brach das Einkommen mit dem Elterngeld um die Hälfte ein. Wenn Sie als Mann dann auch noch der geringverdienende Partner sind, dann haben haben sie ein echtes Problem, wenn sie den Lebensstandard auch mit einem weiteren Esser einigermaßen halten wollen.
Das sind alles Gedanken die Frauen sich nicht machen müssen, weshalb sie sie relativ unbeeindruckt von Verdienstmöglichkeiten an ihre Studienwahl gehen können.
Als Frau kann man kann man auch Afrikanistik der frühen Steinzeit studieren, selbst wenn man damit kaum eine Mindestlohnanstellung findet. Wenn man einigermaßen atrtraktiv ist und gelernt hat einem Mann das Gefühl zu geben, dass er ein Held ist, dann muss man sich über Familie und die nächste Miete keine Gedanken machen. Als Mann hat man hat man das nicht so einfach. - Kapitalismus:
Natürlich kann man, wie die Tagesschau bei ihrer Rechtfertigung zum Gender Pay Gap, es für ein Diskriminierungsmerkmal halten, dass „Frauenberufe“ deutlich schlechter bezahlt werden, aber leider hat das weniger mit dem Patriarchat sondern mit dem Kapitalismus zu tun. und anstatt jedes Jahr zu jammern, hätte die Regierung hier jede Möglichkeit bei den nächsten Tarifverhandlungen einfach mal die Spendierhosen auf zu machen. Aber so ernst ist es ihnen dann doch nicht mit dem Engagement gegen den Gender Pay Gap, weil sie wissen, dass die arbeitende Bevölkerung ihnen aufs Dach steigt, wenn sie plötzlich das doppelte für die Kindesbetreuung ausgeben sollen (oder ihre Landesväter, wenn sie wie in Hamburg den Löwenanteil des Kindesbetreung tragen).
Und private Unternehmen sind eher bereit, für Berufe, die einen eindeutigen Return of Invest bringen, mehr auszugeben. Vor allem, wenn sie auch von der Qualifikation her schwerer sind und deshalb am Markt weniger verfügbar sind. Da zieht der ganz profane Marktmechanismus von Angebot und Nachfrage.
Um die Maschinensteuerung für einen einen 8kW-Laser zu entwerfen, der bei der Autoproduktion auf einen Schlag -zig Schweißer arbeitslos macht, braucht man halt eine längere Ausbildung und mehr Berufserfahrung, als um im Kindergarten Krabbelkinder zu betreuen. Auch wenn das in einem Land wie Schweden ein Hochschulsstudium verlangt, werden hierzulande auch schon mal mehr weniger schlechter ausgebildete Hilfkräfte auf die Kinder losgelassen und selbst die reguläre ausbildung dauert nur 2- 4 Jahr und kann auch mit einer Mittleren reife angegangen werden. und den Schaden den hier unqualifizierte Kräfte anrichten merkt man leider – ebenso wie bei einem Alten- oder Krankenpfleger, bei denen Männer auch nicht besser bezahlt sind, als ihre weiblichen Gegenstücke – nicht unmittelbar. Wenn dahingegen die Produktionsstraße bei VW plötzlich stillsteht wird das Sofort richtig teuer. Bis in der Pflege Misstandsklagen der Betreuten größere Wellen machen, hat man vielleicht auch wieder einen qualifizierteren Mitarbeiter gefunden, der den Idealismus aufbringt, für so wenig Geld zu arbeiten.
Was sich Männer (siehe Punkt 3) leider kaum leisten könne, wenn sie eine familie haben wollen. - Die Mangelhafte Selbsteinschätzung: Der Idenpendent zitiert eine Studie nach der Frauen den Wert ihrer Arbeit grandios unterschätzen und wenn man Arbeitgeber und Arbeitnehmer nach dem Wert ihrer Arbeit fragt, gibt es einen erstaunlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Während Männer mit ihren Vorgesetzten Deckungsgleich sind, oder sich etwas besser einschätzen, schätzen Frauen sich generell eher schlechter ein. Das hat sicherlich Konsequenzen bei den Lohnverhandlungen und beim Ausreizen der Spielräume, welche die meisten Tarifverträge lassen. Wenn Vorgesetzte wissen (und ich bin sicher, dass spricht sich schnell rum) wie schlecht es mit der Selbsteinschätzung von Frauen steht, werden sie denen, selbst wenn sie wissen, dass ihre Arbeit das wert ist nicht freiwillig das zahlen, was sie verdienen könnten. Aber das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, und statt hier im Arbeitsrecht wilden Aktionismus mit Engelttransparenzgesetzten, wäre es hilfreicher dafür zu sorgen, das diese Mädchen eine präsente Vaterfigur haben, egal ob ihre Eltern getrennt sind, denn von wem sollten sie sonst diese Selbsteinschätzung lernen? Statt sie zum Opfer und Vater Staat zum Retter zu stilisieren, sollte man mal den Paradigmenwechsel von der Mutterrepublik zum Elternrepublik wagen. Aber solange sich Superväter immernoch nur dadurch auszeichnen, dass sie in der Paarbeziehung der Frau den Rücken freihalten, während Supermütter dafür ausgzeichnet werden, wenn sie Beruf und Familie Basonders gut unter einen Hut bringen muss man sich nicht wundern wenn sich hier nichts tut.
![12239566_505434746304198_6049565821403525120_n[1]](https://sexismusbeauftragter.de/wp-content/uploads/2017/07/12239566_505434746304198_6049565821403525120_n1.jpg?w=598&h=596)
Zum #EqualPayDay2018 betont BM @katarinabarley die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Wandels: „Die Gleichberechtigung steht zwar im Grundgesetz, die Realität ist – nicht nur auf dem Arbeitsmarkt – oftmals eine andere.“
Mehr: https://t.co/7l1CXJPTqkpic.twitter.com/4RzcSMpto9— BMJV (@BMJV_Bund) 18. März 2018


Kommentar verfassen