Wenn ich einer von den wütenden alten Männer wäre, der ein Interesse hätte seinen Vorstandposten in eines DAX-notierten Unternehmen, möglichst noch mit ins Grab zu nehmen, und bloß nicht von jungen aufstrebenden Akademikerinnen Konkurrenz zu bekommen, dann hätte ich mir den 15.03.2018 dieses Jahr als persönlichen Feiertag rot im Kalender angestrichen.
Da durfte man nämlich das Schauspiel bewundern wie all die sonst um Gleichberechtigung so bemüht auftretenden Parteien in holder Einigkeit an den Frauenprivilegien festhielten und die 50er Jahre Rollenverteilung im Trennungsfall auch für die nächsten Jahre zementierten. Ohne ein wirklich sachliches Argument.
Nun bin ich glücklicherweise kein wütender alter Mann, der an seinem Vorstandsposten klebt, und so kann im Interesse an gleichberechtigter Beziehungen, in denen jeder seine eigene Verantwortung trägt, über dieses erbärmliche Trauerspiel nur den Kopf schütteln.
Die Familienrechtlerin Katja Keul verpasste im Namen von Bündnis90/Die Grünen, der Debatte eine besonders ironische Note, indem sie, die als Nutznießerin eines konfliktfördernden Familienrechts , darüber phantasierte, dass die Vaterrechtler das Wechselmodell ja nur interessant fänden, um dort ihren Unterhalt zu zu senken.
„Bei manch einem besonders engagierten Vertreter des Wechselmodells werde ich den Verdacht nicht los, dass die Empörung über den als ungerecht empfundenen Kindesunterhalt größer ist als die laut vorgetragene Sorge um das Kindeswohl.“
In der Psychologie nennt man das Projektion, wenn man vom eigenen Fehlverhalten auf andere schließt.
„Der Begriff Projektion umfasst das Übertragen und Verlagern eines innerpsychischen Konfliktes durch die Abbildung eigener Emotionen, Affekte, Wünsche und Impulse, die im Widerspruch zu eigenen und/oder gesellschaftlichen Normen stehen können, auf andere Personen, Menschengruppen, Lebewesen oder Objekte der Außenwelt. “ (wikipedia)

 

Bei einigen Familienrechtlern habe ich das Gefühl, sie haben furchtbar Angst vor skandinavischen Zuständen, in denen Eskalation nicht mit Sorgerecht und Unterhalt belohnt wird. Ihnen würde nämlich in einer Gesellschaft in der Trennungseltern die Reife abverlangt wird, ihre Trennungsverletzung beim Therapeuten und nicht mein eigenen Kind ab zu laden, das komplette Geschäftsmodell wegbrechen, aber mal ehrlich, auch wenn die feministisch orientierten Parteien, so tun, als wäre emotionale Selbstkontrolle eine Herkules Aufgabe die man keinem erwachsenen Menschen abverlangen kann, wie sollte man ernsthaft einem Elternteil die Verantwortung für ein Kind überlassen, wenn er noch nicht einmal in der Lage ist für seinen eigenen Gefühlshaushalt die Verantwortung zu übernehmen.

Wenn Väter in Deutschland ebenso sicher sein könnten, das familiäres Engagement nicht nur innerhalb der Beziehung gesellschaftlich gefördert wird, sondern auch nach der Trennung vor dem Familienrichter noch etwas wert ist, dann würde sich hier vielleicht auch mehr darauf einlassen.Schweden hat 40 Jahre aktive Väterpoltik betrieben und heute ist dort selbstverständlich, das sich Väter genauso um Kitaöffnungszeiten sorgen. DAS verändert das Arbeitklima, nicht das man Frauen noch etwas mehr den Hintern pudert, denn solange es genügend Männer gibt die sich nicht darum kümmern ist es ein Kampf gegen Windmühlen, erste wenn Familie für alle Gewschlechter zum Karriererisiko wird, hört sie auf überhaupt ein Karriereproblem zu sein.
Aber solange man immer noch schnell dabei ist, fünfstellige Summen dafür auszugeben nur um überhaupt als Bezugsperson des eigenen Kindes erhalten zu bleiben, ist das Familienrecht ein echtes Gehaltsparadies für Anwälte im Familienrecht, an dem natürlich niemand hier rütteln möchte. und man kann jeden Vater nur verstehen, der statt sich die Demütigungen einer immernoch sehr mütterzentrierten Helferindustrie auszusetzen, lieber etwas mehr für die Karriere tun. Die haben sie wenigstens selber unter Kontrolle.
In Skandinavien hingegen haben nicht nicht nur Frauen häufiger Vorstandsposten inne, sondern auch Väter deutlich häufiger auch nach der Trennung noch Teilhabe am Leben ihrer Kinder.
Aber WOW, wenn man da die Ausreden von den üblichen Verdächtigen gehört hat, dann hat man eine ganz neue Vorstellung davon, was Feminismuskritiker meinen, wenn sie der Bewegung eine Infantilisierung Frauen vorwerfen. vielleicht sollte man Frauen eher auf Basis der bisherigen Errungenschaften dazu bringen, ihre Verantwortung selber zu tragen.
Da weiß man, für wen bei der SPD, Linken und den Grünen weibliche Besitzstandswahrung betrieben wird. Auch das ist ein Geschäftsmodell, wenn auch bei der SPD ein immer weniger erfolgreiches. Kann man verstehen, wenn man sich daran erinnert, dass die SPD mal als Arbeiterpartei angefangen hat und nach Gender Time Gap und den Vollzeitquoten der Geschlechter, sind leider immernoch die meisten Arbeiter eher Männer sind, denen Frau Nahles aber lieber erklärt, dass sie für besonders schwere Aufgaben nicht geeignet sind.
Genderpaygaptheorie
Glückerlicherweise ist ja drei Tage nach der Bundestagsdebatte wieder Equal Pay Day, an dem die gleichen Menschen, welche die Gleichberechtigung im Familienrecht für unerträglich halten, gleich weiter klagen können, dass sich die Gleichberechtigung im Beruf auch 40 Jahre nachdem das letzten Gesetz, welches Frauen in der Berufswahl eingeschränkt hat, immer noch im großen und ganzen da steckt, wo sie in den 80ern gewesen ist. Auch wenn Frauen heute bessere Schul- und häufiger Universitätsabschlüsse haben als Männer.
Das schreit ebenso wie bei der Diskussion um Wechselmodell förmlich nach alternativen Fakten, damit die Gleichstellungspolitik der letzten 40 Jahre nicht wie ein kompletter Rohrkrepierer wirkt, als welchen ihn Kevin Novo in „Das Gleichstellungsparadox“ auf http://www.novo-argumente.de sehr schon dargestellt hat.
„Zeitgenössische Gleichstellungspolitik hat stets nichts anderes bewirkt, als tradierte Geschlechternormen zu perpetuieren, statt sie aufzulösen. Was hier irrig als Paradoxon bezeichnet wird, ist final eine natürliche und logische Folge der heutigen Gleichstellungspolitik.“
Die Gründe weswegen sich die GenderPay Gap so konseqeunt hält hat leider nicht damit zu tun, dass Frauen heute noch diskriminiert werden, sondern im großen und ganzen mit fünf Faktoren.
  1. Das Alter.
    In der Gender Pay Gap werden alle Frauen erfasst, selbst jene, welche kurz vor der Rente stehen und deren Sozialisation noch vor den Segnungen der zweiten Welle des Feminismus statt fand. paygap nach alterMan wird jemanden der in den 70, als Sekretärin startete, und der dem damaligen Rollenmodell entsprechend, lange Auszeiten für die Kindeserziehung genommen hat nicht mehr zum karrieretechnischen Highperformer umerziehen, der die Männer der selben Generation als Familienfinanzierer waren. Deshalb dauert es auch so lange bis sich die Gender Pay Gap, ebenso wie die Gender Pension Gap ausschleicht. Das es nichts mit diskriminierung zu tun hat sieht man sehr schon, wenn man die Pension Gap von neuen und alten Bundesländern vergleicht:
    rentenostwest[1]
    im Osten ist die Rentenlücke weit geringer, weil hier traditionell die Frauen seit je her angehalten waren ihre Arbeitskraft für das erstarken des Sozialismus einzubringen. Hier sind auch über die Arbeitshistorie hinweg die Löhnlücke geringer bzw. Umgekehrt, wenn z.B. in Cottbus Frauen 17% mehr Verdienen als Männer.
  2. Die individuelle Lebensentscheidung: Erstaunlicherweise suchen Frauen mit weniger sozialen Druck ihren Beruf eher nach Neigung aus, was man verstehen kann, denn wenn ich mir keine Sorge machen muss ob ich mit meinem Studien der französischen Literatur des 18. jahrhunderts nicht drohe zu verhungern, kann ich mich auch dafür entscheiden, und muss mich nicht durch Ingenieursstudium quälen, dass so gar nicht meinen Neigungen entspricht. Deshalb haben auch Länder wie der Iran und Indien höhere Frauenquoten in den STEM-Fächern als Deutschland, wer glaubt dass das etwas mit der Unterdrückung zu tun hat darf gerne mal einen Artikel über den Zustand des Feminismus im Iran schreiben. Und wenn es hier für Frauen so schwer ist mit der Männlichen „Übermacht“ im Ingeneursstudium klar zu kommen, dann kann ich nur Empfehlen gerade Trennungstöchter zu ihren Vätern zu schicken, dann lernen sie wie die damit umgehen ohne in Tränen auszubrechen. Als meine Tochter mal ein Praktikum bei den zu 100% aus Männer bestehenden (und nicht für ihre Politische Correctness bekannten) Bühnentechnikern des größten Deutschen Privattheaters gemacht hat, ist sie da mit ihrem ersten Fan-Club raus gekommen, was sicherlich nicht passiert wäre wenn sie zuerst einen Vortrag über toxische Maskulinität gehalten hätte.
    In jedem Fall ist es hilfreich bevor man von Diskriminierung redet mal den aktuellen aktikel in der Welt zur regionalen Verteilung der Pay Gap anzuschauen.
    „Der Pay Gap zugunsten der Männer ist nirgendwo höher als in Dingolfing-Landau. 38 Prozent verdient ein Mann hier im Durchschnitt mehr als eine Frau. Den höchsten Pay Gap zugunsten der Frauen hat Cottbus: 17 Prozent verdient eine Frau hier im Durchschnitt mehr als ein Mann. Aber die Frauen in Dingolfing-Landau und in Cottbus verdienen etwa gleich viel: 2791 Euro beziehungsweise 2814 Euro. Was sich allerdings unterscheidet, ist das durchschnittliche Einkommen der Männer: 4531 Euro zu 2398 Euro….Es gibt einen Pay Gap zwischen Männern. Und die Frauen? Wollte man den Pay Gap in industriestarken Regionen beseitigen, so scheint es, brauchte man mehr technikaffine Frauen.“ Also rann liebe Frauen ans STEM-Studium.
  3. Die Fallback-Lösung EHE
    Für Männer ist es immer noch eines der größten Paarungshindernisse ist, wenn sie weniger Verdienen als Frauen. Bei Frauen ist das realtiv egal, ob sie weniger oder mehr verdienen. Männer sind da wesentlich toleranter. Der einzige Grund weswegen Männer sich vermutlich sorgen machen, wenn ihre Partnerin mehr verdient, ist dass sie daran denken, „was passiert, wenn das erste Kind kommt?“, denn nach der Allensbacher Familienstudie von 2014 ist der Hauptgrund für Männer die keine Elternzeit nehmen, dass die Frauen die Zeit lieber mit dem Kind verbringen wollen. Und das kann eine hochqualifizierte Akademikerin genauso treffen wie eine Kassieren im Supermarkt.DWO-IP-Aufgabenteiling-Familie-db-Aufm[1]
    Und wenn die Männer das kompensieren sollen wird das halt schwerer, wenn der Lebensstandard an zwei Highperformer angepasst ist, noch schwerer ist, wenn ihre Partnerin die Hauptverdienerin ist. Wenn ihr Einkommen deutlich über den knapp 2.400€ liegt welche maximal einigermaßen verträglich vom Elterngeld kompensiert werden, dann kommt man als Man selbst dann schon ins Schwitzen, wenn man gleich viel oder mehr verdient. Bei meiner Frau brach das Einkommen mit dem Elterngeld um die Hälfte ein. Wenn Sie als Mann dann auch noch der geringverdienende Partner sind, dann haben haben sie ein echtes Problem, wenn sie den Lebensstandard auch mit einem weiteren Esser einigermaßen halten wollen.
    Das sind alles Gedanken die Frauen sich nicht machen müssen, weshalb sie sie relativ unbeeindruckt von Verdienstmöglichkeiten an ihre Studienwahl gehen können.
    Als Frau kann man kann man auch Afrikanistik der frühen Steinzeit studieren, selbst wenn man damit kaum eine Mindestlohnanstellung findet. Wenn man einigermaßen atrtraktiv ist und gelernt hat einem Mann das Gefühl zu geben, dass er ein Held ist, dann muss man sich über Familie und die nächste Miete keine Gedanken machen. Als Mann hat man hat man das nicht so einfach.
  4. Kapitalismus:
    Natürlich kann man, wie die Tagesschau bei ihrer Rechtfertigung zum Gender Pay Gap, es für ein Diskriminierungsmerkmal halten, dass „Frauenberufe“ deutlich schlechter bezahlt werden, aber leider hat das weniger mit dem Patriarchat sondern mit dem Kapitalismus zu tun. und anstatt jedes Jahr zu jammern, hätte die Regierung hier jede Möglichkeit bei den nächsten Tarifverhandlungen einfach mal die Spendierhosen auf zu machen. Aber so ernst ist es ihnen dann doch nicht mit dem Engagement gegen den Gender Pay Gap, weil sie wissen, dass die arbeitende Bevölkerung ihnen aufs Dach steigt, wenn sie plötzlich das doppelte für die Kindesbetreuung ausgeben sollen (oder ihre Landesväter, wenn sie wie in Hamburg den Löwenanteil des Kindesbetreung tragen).
    Und private Unternehmen sind eher bereit, für Berufe, die einen eindeutigen Return of Invest bringen, mehr auszugeben. Vor allem, wenn sie auch von der Qualifikation her schwerer sind und deshalb am Markt weniger verfügbar sind. Da zieht der ganz profane Marktmechanismus von Angebot und Nachfrage.
    Um die Maschinensteuerung für einen einen 8kW-Laser zu entwerfen, der bei der Autoproduktion auf einen Schlag -zig Schweißer arbeitslos macht, braucht man halt eine längere Ausbildung und mehr Berufserfahrung, als um im Kindergarten Krabbelkinder zu betreuen. Auch wenn das in einem Land wie Schweden ein Hochschulsstudium verlangt, werden hierzulande auch schon mal mehr weniger schlechter ausgebildete Hilfkräfte auf die Kinder losgelassen und selbst die reguläre ausbildung dauert nur 2- 4 Jahr und kann auch mit einer Mittleren reife angegangen werden. und den Schaden den hier unqualifizierte Kräfte anrichten merkt man leider – ebenso wie bei einem Alten- oder Krankenpfleger, bei denen Männer auch nicht besser bezahlt sind, als ihre weiblichen Gegenstücke – nicht unmittelbar. Wenn dahingegen die Produktionsstraße bei VW plötzlich stillsteht wird das Sofort richtig teuer. Bis in der Pflege Misstandsklagen der Betreuten größere Wellen machen, hat man vielleicht auch wieder einen qualifizierteren Mitarbeiter gefunden, der den Idealismus aufbringt, für so wenig Geld zu arbeiten.
    Was sich Männer (siehe Punkt 3) leider kaum leisten könne, wenn sie eine familie haben wollen.
  5. Die Mangelhafte Selbsteinschätzung: Der Idenpendent zitiert eine Studie nach der Frauen den Wert ihrer Arbeit grandios unterschätzen und wenn man Arbeitgeber und Arbeitnehmer nach dem Wert ihrer Arbeit fragt, gibt es einen erstaunlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Während Männer mit ihren Vorgesetzten Deckungsgleich sind, oder sich etwas besser einschätzen, schätzen Frauen sich generell eher schlechter ein. Das hat sicherlich Konsequenzen bei den Lohnverhandlungen und beim Ausreizen der Spielräume, welche die meisten Tarifverträge lassen. Wenn Vorgesetzte wissen (und ich bin sicher, dass spricht sich schnell rum) wie schlecht es mit der Selbsteinschätzung von Frauen steht, werden sie denen, selbst  wenn sie wissen, dass ihre Arbeit das wert ist nicht freiwillig das zahlen, was sie verdienen könnten. Aber das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, und statt hier im Arbeitsrecht wilden Aktionismus mit Engelttransparenzgesetzten, wäre es hilfreicher dafür zu sorgen, das diese Mädchen eine präsente Vaterfigur haben, egal ob ihre Eltern getrennt sind, denn von wem sollten sie sonst diese Selbsteinschätzung lernen? Statt sie zum Opfer und Vater Staat zum Retter zu stilisieren, sollte man mal den Paradigmenwechsel von der Mutterrepublik zum Elternrepublik wagen. Aber solange sich Superväter immernoch nur dadurch auszeichnen, dass sie in der Paarbeziehung der Frau den Rücken freihalten, während Supermütter dafür ausgzeichnet werden, wenn sie Beruf und Familie Basonders gut unter einen Hut bringen muss man sich nicht wundern wenn sich hier nichts tut.
Wenn man Gleichberechtigung als Einbahnstraße sieht, auf der Frauen nichts von ihren Privilegien abgeben müssen, dann passiert halt so was.
Wie meine Tochter so schön sagt:
„Kann man so machen ist dann halt Kacke.“

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Jene, „feministischen“ Parteien, die vor vier Tagen vehement gegen Gleichberechtigung im Familienrecht ins Feld gezogen sind und damit einen der Gründe für den schlechteren Verdienst von Frauen verteidigt haben, durften sich gestern wieder beklagen, dass Frauen so viel schlechter verdienen.
Solange Gleichberechtigung nicht als etwas begriffen wird, bei dem Frauen wie Männer von ihren Privilegien abgeben müssen und Väterförderung eine ebenso wichtige Position in der Gleichberechtigungsdebatte hat, wie Arbeitsmarktförderung von Frauen, solange muss man sich nicht wundern, wenn 40 Jahre nach dem Fall des letzten frauendiskriminierenden Gesetzes im Arbeitsrecht, die Gender Work Gap noch größer ist als die unbereinigte Gender Pay Gap.
Das hat man davon, wenn man als Feministin lieber heuchelnd an der Opferrolle festhält, als mal wirkliche Änderungen in den Rollenmodellen herbei zu führen. Auch wenn das die Aufgabe eigener Privilegien zur Folge hätte.
Aber mal ehrlich, wie viel mehr Vertrauen mus man als Personalveranwortlicher aufbringen, wenn man eine Frau in einer unternehmensrelevante Position protegiert, wenn der Gesetzgeber nach der Trennung lieber 50er Jahre Rollenmodelle fördert, in denen Mutti Betreut, während Pappi den ganzen Kram finanziert?
Wie soll man sich da als Arbeitgeber darauf verlassen, dass die gut ausgebildete Akademikerin nach einer Trennung nicht doch mehr Interesse an den Kita-Öffnungszeiten hat, als daran nach 17:00 noch in karriererelvanten Meetings zu sitzen.
Da würde ich auch lieber den Mann befördern, der nach der Trennung überhaupt keinen Grund mehr hat nach Hause zu gehen.

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3 Antworten zu „Zwischen Gender Parenting und Pay Gap“

  1. Avatar von Kai V
    Kai V

    Hat sich den Antrag der Linken schon einer durchgelesen?
    4 Seiten, soweit ich mich erinnere drei mal Unterhalt behandelt. Einmal das dann ja auf einmal kein Unterhalt mehr fliessen soll, einmal die Kosten die steigen und nicht berücksicht werden. Also diese FICKtiven Kosten, wie das Genderpaygap auch. Denn auch beim Wochenendmodell muss ¨Papa ja nen Kinderzimmer haben, dabei gönnt man Vorständen zuhause ein Büro das steuerlich geltend gemacht werden kann, aber Trennungsvätern nicht mal ein Kinderzimmer…

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  2. Avatar von uepsilonniks

    Top.
    Nur ein Einwand: In der kommenden Genderdiktatur haben Genderstudentinnen als Gender-Politkomissare hervorragende Jobausichten.

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  3. Avatar von Matze
    Matze

    „Wenn Väter in Deutschland ebenso sicher sein könnten, das familiäres Engagement nicht nur innerhalb der Beziehung gesellschaftlich gefördert wird, sondern auch nach der Trennung vor dem Familienrichter noch etwas wert ist, dann würde sich hier vielleicht auch mehr darauf einlassen.“

    Das würde schon einiges bringen.

    „Man wird jemanden der in den 70, als Sekretärin startete, und der dem damaligen Rollenmodell entsprechend, lange Auszeiten für die Kindeserziehung genommen hat nicht mehr zum karrieretechnischen Highperformer umerziehen, der die Männer der selben Generation als Familienfinanzierer waren.“

    Danke, das ist ein Punkt den ich so nicht nicht auf den Zettel hatte.

    Was ich schon wusste: Frauen arbeiten bis zur Rente durchschnittlich 10 Jahre weniger. Wie kann man da erwarten das sie da am Ende die gleichen Gehälter wie Männer. Selbst wenn in jedem Beruf 50:50 Geschlechteranteil herrschen würde, hätten die Frauen alle 5 Jahre ein Jahr weniger gearbeitet und entsprechend die damit verbundenen Gehaltserhöhungen nicht bekommen.

    „denn nach der Allensbacher Familienstudie von 2014 ist der Hauptgrund für Männer die keine Elternzeit nehmen, dass die Frauen die Zeit lieber mit dem Kind verbringen wollen.“

    Auch etwas was die Mutterlobbyisten tunlichst vermeiden zur Kenntnis zu nehmen.

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