„Hass ist keine Meinung“ – der Satz beendet Diskussionen, statt sie zu führen. Dabei stimmt nur die Hälfte: Hass ist ein Gefühl, aber die Meinung dahinter zu äußern ist legitim – und nützlich. Geäußerter Hass ist ein Frühwarnsystem, eine Einladung zur Selbstreflexion und die einzige Grundlage, auf der man über Ursachen überhaupt streiten kann. Wer ihn wegdrückt, konserviert nur die eigene Schablone. Über Verstehen ohne Rechtfertigen, gut moderierte Debatten – und warum beide politischen Lager das Argument fürchten.
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