Alle Männer sind das Problem – wirklich? Ein Essay über Wahrscheinlichkeitsdenken, Doppelmoral und die Frage, warum wir aus Zensursula nichts gelernt haben. Mit Colleen Fernandes, Jim Jones und dem gordischen Knoten des modernen Aktivismus.

Alle Männer sind das Problem – wirklich? Ein Essay über Wahrscheinlichkeitsdenken, Doppelmoral und die Frage, warum wir aus Zensursula nichts gelernt haben. Mit Colleen Fernandes, Jim Jones und dem gordischen Knoten des modernen Aktivismus.
„There is no reason for anything but optimism.“
Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße. Gleichberechtigung bedeutet gleiche Rechte, gleiche Chancen und vor allem die Freiheit, unterschiedliche Entscheidungen zu treffen. Ergebnisgleichheit ist nicht dasselbe wie Gleichberechtigung.
Wenn Frauen tatsächlich frei entscheiden können, müssen wir auch akzeptieren, dass ihre Entscheidungen nicht zwangsläufig zu einer statistischen 50:50-Verteilung in Vorstandsetagen, Berufen oder Familienmodellen führen. Schon Simone de Beauvoir schrieb in Das andere Geschlecht: „Daher ist es natürlich, daß viele Arbeiterinnen und Angestellte in dem Recht auf Arbeit nur eine Pflicht sehen, von der die Ehe sie befreien würde.“
Die Freiheit einer Entscheidung zeigt sich gerade darin, dass uns ihr Ergebnis nicht gefallen muss.
Gleichstellungspolitik beginnt, neue Ungleichbehandlungen zu produzieren.
Gleichberechtigung verdient eine Debatte ohne Einbahnstraßen..
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