Warum Schwerter wieder ein Geschlecht haben – und wie ausgerechnet ein Aktivismus gegen Rollenklischees sie zurückbringt

Ich bin in einer Zeit groß geworden, in der Geschlechterrollen aufgebrochen wurden.

Die klassische Hausfrauenehe verlor ihre Selbstverständlichkeit. Frauen sollten beruflich alles werden können, was Männer werden konnten, und von Männern wurde zunehmend erwartet, dass sie mehr konnten, als morgens das Haus zu verlassen, das Geld zu verdienen und abends die Füße hochzulegen. Männer durften sich um Kinder kümmern. Frauen durften Karriere machen.

Eigentlich eine ziemlich schöne Idee.

Als ich zehn Jahre alt war, wurde meine kleine Schwester geboren. Ich habe sie ein Stück weit mit großgezogen. Viele Jahre später schenkte sie mir zum Geburtstag ein Poster, auf dem sie schrieb, dass ich damals für sie eine Art Vaterersatz gewesen sei.

Dabei entdeckte ich früh eine Fähigkeit, die man nach klassischen Geschlechterklischees eher Frauen zuschreiben würde: Man konnte mir ein schreiendes Baby in die Hand drücken, und nach kurzer Zeit war Ruhe. Bei meinen eigenen Kindern war es später nicht anders.

Ich war der Babyflüsterer.

Nur wäre ich deshalb nie auf die Idee gekommen, meine Männlichkeit infrage zu stellen.

Ich war ein Junge, der gut mit kleinen Kindern konnte, und wurde ein Mann, der gut mit kleinen Kindern konnte. Ende der Geschichte.

Diese Unaufgeregtheit wünsche ich mir auch für meine Tochter.

Sie ist ein Mädchen. Sie interessiert sich für Paläontologie, hat Karate gemacht und spielt lieber Ritter und Drachen, als mit Barbie eine Familie zu gründen. Nach ihrem letzten Geburtstag in einem Rollenspielkeller wollte sie am liebsten sofort losziehen und sich ein LARP-Schwert und einen Schild kaufen.

Soll sie doch.

Vielleicht wird sie eine großartige Schwertkämpferin.

Umso merkwürdiger finde ich, dass andere Kinder sie inzwischen fragen, warum sie so viele „Jungssachen“ macht. Nicht neugierig, sondern so, als müsse sie sich dafür rechtfertigen.

Wie sind wir eigentlich wieder hier gelandet?

Warum haben Schwerter wieder ein Geschlecht?

Ich glaubte, diese Frage hätten wir hinter uns. Mädchen spielen Fußball, Jungen tanzen, Frauen führen Unternehmen und Männer beruhigen Babys. Nicht weil Männer und Frauen dadurch gleich würden, sondern weil kein Mensch verpflichtet ist, das Klischee seines Geschlechts zu erfüllen.

Heute bekommt diese Selbstverständlichkeit Risse. Die alten Schubladen bekommen neue Schlösser.

Rosa ist nicht das Problem

Dabei muss man eine Unterscheidung treffen, die in dieser Debatte gern untergeht.

Meine Frau kauft unserer Tochter bevorzugt Mädchenkleidung. Wenn ich ihr ein Superhelden-T-Shirt mitbringe, schlägt sie die Hände über dem Kopf zusammen – obwohl die Kleine es dank Jungenschnitt gefühlt fünf Jahre länger tragen kann.

Das ist Geschmack. Und Geschmack ist kein Gesellschaftsproblem.

Das Problem beginnt nicht dort, wo Eltern Rosa kaufen. Es beginnt dort, wo Rosa zur Erwartung oder zum Problem stilisiert wird. Wo ein Mädchen mit Schwert nicht mehr einfach ein Mädchen mit Schwert ist, sondern eine Frage aufwirft.

Ich glaube, die neue Strenge bei Geschlechterrollen ist keine Sehnsucht nach den fünfziger Jahren. Sie ist die Folge eines Aktivismus, der angetreten ist, diese Rollen zu überwinden – und sie auf zwei Wegen zurückbringt.

Der erste Weg: Das Klischee wird zur Identität

Das burschikose Mädchen meiner Jugend war genau das: ein burschikoses Mädchen. Ein Tomboy. Eines, das auf Bäume kletterte, Fußball spielte, kurze Haare trug und lieber mit Jungs herumtobte. Manche dieser Mädchen wurden später lesbisch. Die meisten wurden irgendwann Mütter, andere nicht. Aber niemand kam auf die Idee zu fragen, ob so ein Mädchen vielleicht im falschen Körper steckt – oder ob man seine Pubertät mit denselben Wirkstoffen anhalten sollte, mit denen man Sexualstraftäter chemisch kastriert.

Heute steht eine zweite Deutung im Raum: Dieses Mädchen ist vielleicht gar kein Mädchen. Vielleicht steckt ein Junge im falschen Körper.

Damit verändert sich die Bedeutung geschlechtsuntypischen Verhaltens von Grund auf. Es ist nicht mehr bloß Verhalten. Es ist ein Indiz.

Und hier liegt das eigentlich Schockierende: Diese Deutung baut auf den reaktionärsten Rollenklischees auf, die man sich vorstellen kann. Wer aus Schwertern, kurzen Haaren und Karate einen Hinweis auf die Geschlechtsidentität macht, hat Schwertern, kurzen Haaren und Karate bereits ein Geschlecht gegeben.

Ich erinnere mich an ein Video von vor einigen Jahren, in dem zwei junge Burschen erklärten, sie seien nicht-binär – weil sie lange Haare trugen.

Als hätte es die Hippie-Ära nie gegeben.

Eine ganze Generation hat in den Sechzigern und Siebzigern durchgesetzt, dass lange Haare einen Jungen nicht weniger zum Jungen machen. Ihre Väter tobten, ihre Lehrer verzweifelten, und am Ende hatten sie gewonnen. Fünfzig Jahre später erklären Jugendliche genau das Klischee, das die Hippies zertrümmert haben, zum Kriterium ihrer Identität.

Das ist nicht progressiv. Das ist Rückbau.

Nietzsche hat dieses Problem vor über 140 Jahren beschrieben. „Mein Bruder, wenn du eine Tugend hast, und es deine Tugend ist, so hast du sie mit niemandem gemeinsam“, lässt er Zarathustra sagen. „Freilich, du willst sie bei Namen nennen und liebkosen; du willst sie am Ohre zupfen und Kurzweil mit ihr treiben. Und siehe! Nun hast du ihren Namen mit dem Volke gemeinsam und bist Volk und Herde geworden mit deiner Tugend!“

Genau das passiert, wenn sich ein Junge mit langen Haaren für nicht-binär erklärt. Er hatte etwas Eigenes. Jetzt hat er einen Namen dafür – und teilt ihn mit allen, die denselben Namen tragen. Das Eigene hält man offenbar schwerer aus als die Schublade. Also sucht man sich eine neue.

Und es löst das Problem nicht einmal für diejenigen, die die Kategorie wechseln. Dieselbe Eigenschaft ist je nach Schublade außergewöhnlich oder Durchschnitt: Selbstbewusstsein ist bei einer jungen Frau bemerkenswert, bei einem Mann wird es erwartet. Der Wert eines Merkmals hängt nicht am Menschen, sondern am Geschlechterbild, an dem man ihn misst.

Man sieht das an Elliot Page. In „Hard Candy“ und „Juno“ war Page für ein ganzes Kinopublikum der Prototyp der selbstbewussten jungen Frau: schlagfertig, unerschrocken, von niemandem einzuschüchtern. Seit 2020 lebt Page als Mann. Was als Frau außergewöhnliches Selbstbewusstsein war, wirkt als Mann schmal und jungenhaft. Aus der Ausnahme ist Mittelmaß geworden.

Als Gerüchte aufkamen, Page spiele in Christopher Nolans „Odyssee“ ausgerechnet Achilles, war der Protest entsprechend laut. Den größten Krieger der Griechen traute man Page nicht zu.

Die Rolle, die Page tatsächlich spielt, ist eine andere – und sie passt perfekt. Sinon ist der Grieche, der den Trojanern das Pferd als Geschenk verkauft. Bei Nolan weiß er nicht einmal, wofür er benutzt wird. Er ist das Bauernopfer, das Odysseus bringen muss, damit seine List funktioniert.

Als Frau hätte man sich Page in dieser Rolle nie vorstellen können. Kein Regisseur hätte die Verkörperung der unerschrockenen jungen Frau einfach so geopfert. Als Mann ist genau das die naheliegende Besetzung.

Wer die Schublade wechselt, entkommt ihr nicht. Er bekommt nur einen neuen Maßstab.

Was die Zahlen zeigen

Besonders heikel wird das in der Pubertät. Ausgerechnet in der Lebensphase, in der der eigene Körper Dinge veranstaltet, um die niemand gebeten hat, in der Brüste wachsen, Stimmen brechen, Haare an merkwürdigen Stellen auftauchen und Sexualität erst einmal sortiert werden muss, steht Jugendlichen heute ein umfangreiches Vokabular zur Verfügung, mit dem sie ihr Unbehagen als Identitätsfrage deuten können. Und TikTok ist voll von Menschen, die ihnen erklären, wie befreiend Pubertätsblocker sind – und dass man seine Eltern hassen darf, wenn sie einem die Mastektomie nicht erlauben.

Und die Zahlen zeigen, wen das trifft.

In Deutschland hat sich die Häufigkeit der Diagnose „Störung der Geschlechtsidentität“ bei 5- bis 24-Jährigen zwischen 2013 und 2022 ungefähr verachtfacht, von 22,5 auf 175,7 Fälle pro 100.000 Versicherte. Am höchsten liegt sie bei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren. Nach fünf Jahren hatte über die Hälfte der Betroffenen die Diagnose nicht mehr (Bachmann et al., Deutsches Ärzteblatt 2024).

In Großbritannien kam der Cass Review 2024 zum selben Befund: Die Gender-Kliniken sehen heute überwiegend Mädchen, die in der Pubertät vorstellig werden – eine völlig andere Gruppe als früher, als es vor allem Jungen im Kindesalter waren. Da sich die Biologie in zehn Jahren nicht verändert hat, müsse man andere Gründe suchen, heißt es dort.

Einen Grund hätte ich anzubieten: Wer Mädchen jahrelang erzählt, sie gehörten zum unterdrückten Geschlecht, darf sich nicht wundern, wenn manche von ihnen den Ausweg im anderen suchen.

Und noch etwas ist seit Langem bekannt: Viele Jugendliche, die sich später zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen, stellen irgendwann ihre Geschlechtsidentität infrage – und verhalten sich oft geschlechtsuntypisch. Und damit wirkt der Transaktivismus wie eine Konversionstherapie. Früher sollte das Mädchen, das Mädchen liebt, seine Neigung ablegen. Heute legt man ihm nahe, sein Geschlecht abzulegen. Das Ergebnis ist dasselbe: Am Ende steht ein heterosexuelles Paar.
Wer auf Frauen steht, muss ein Mann sein. Wer auf Männer steht, eine Frau.
Als hätte es die Schwulen- und Lesbenbewegung nie gegeben.

Das ist exakt das Mädchen mit dem Schwert.

Der zweite Weg: Die Angst der Eltern

Und das bringt mich zu der Frage, die mich als Vater eigentlich umtreibt: Was macht diese Entwicklung mit Eltern?

Eltern brauchen keine abgesicherte Theorie über die Ursachen steigender Zahlen, um darauf zu reagieren. Es reicht, dass sie die Entwicklung wahrnehmen und sich fragen: Betrifft das auch mein Kind?

Kinder verändern einen Menschen. Dinge, denen man als kinderloser Erwachsener mit einem entspannten „Soll doch jeder machen, was er will“ begegnet, sehen anders aus, wenn man Verantwortung für einen kleinen Menschen trägt.

Was passiert, wenn meine Tochter in der Pubertät ihre Brüste hasst, lieber mit Jungen herumzieht und irgendwann feststellt, dass sie Mädchen attraktiver findet?

Sagt ihre Umgebung dann: Kein Problem. Du kannst lesbisch sein. Du kannst burschikos sein. Du kannst deine Brüste eine Zeit lang scheiße finden. Du kannst all das gleichzeitig sein und trotzdem ein Mädchen bleiben?

Oder stellt jemand eine andere Frage:

Bist du vielleicht eigentlich ein Junge?

Man muss nicht wissen, wie oft das tatsächlich geschieht, um zu verstehen, warum Eltern darauf reagieren. Und sie reagieren auf die denkbar schlechteste Weise.

Sie versuchen, vorab sicherzustellen, dass ihre Tochter sich eindeutig als Mädchen und ihr Sohn sich eindeutig als Junge versteht. Es wird wieder genauer darauf geachtet, welche Kleidung Kinder tragen, womit sie spielen und mit wem sie ihre Freizeit verbringen. Und die Kinder übernehmen den Blick ihrer Eltern – bis sie auf dem Schulhof die Tochter eines anderen fragen, warum sie so viele Jungssachen macht.

Damit haben wir ein bemerkenswertes Paradox geschaffen: Die Angst, geschlechtsuntypisches Verhalten könnte als Hinweis auf eine andere Geschlechtsidentität gedeutet werden, bringt Eltern dazu, geschlechtstypisches Verhalten wieder einzufordern.

Rosa und Blau sind zurück.

Nicht, weil Eltern zurück in die fünfziger Jahre wollen, sondern weil sie ihre Kinder vor den Folgen einer ganz anderen Entwicklung schützen wollen.

Beide Wege enden am selben Ort. Der Aktivismus gibt Schwertern ein Geschlecht, indem er sie zum Indiz erklärt. Die Eltern geben ihnen eines, indem sie ihre Kinder vor diesem Indiz bewahren wollen.

Wer die Sorge für rechts erklärt, macht sie rechts

Social Media verstärkt das. Debatten, für die Jugendliche früher gezielt bestimmte Bücher, Zeitschriften oder Szenen hätten aufsuchen müssen, landen heute auf TikTok, Instagram und YouTube. Wer sich einmal für das Thema interessiert, bekommt vom Algorithmus keine Katzenvideos serviert, sondern mehr vom selben. Das macht auch die extremen Positionen sichtbar – für Jugendliche ebenso wie für ihre Eltern.

Und damit wird aus einer zahlenmäßig kleinen Frage ein Kulturkampfthema. Nicht, weil Eltern plötzlich ideologisch geworden wären, sondern weil sie darin etwas erkennen, das ihr eigenes Kind betreffen könnte.

An dieser Stelle hätte Politik eine einfache Aufgabe: die Sorge ernst nehmen, das Berechtigte vom Unberechtigten trennen und bessere Antworten geben.

Stattdessen regelte sie mit dem Selbstbestimmungsgesetz, dass ein Familiengericht die Zustimmung der Eltern ersetzen kann, wenn eine Vierzehnjährige ihren Geschlechtseintrag ändern will. Und den Grünen war selbst das zu wenig. Nach ihrem eigenen Gesetzentwurf von 2020 sollten Vierzehnjährige die Erklärung ganz ohne ihre Eltern abgeben. Und bei Jüngeren sollte das Familiengericht den Widerstand der Eltern schon dann überstimmen können, wenn die Änderung dem Kindeswohl bloß nicht widerspricht.

Die Sorge der Eltern wurde nicht beantwortet. Sie wurde verfahrensrechtlich überwindbar gemacht.

Und wer als Vater oder Mutter trotzdem fragt, ob man ein burschikoses Mädchen nicht einfach ein burschikoses Mädchen sein lassen kann, bekommt das Etikett „transfeindlich“ – und landet im selben Topf wie die AfD. Denselben Mechanismus habe ich schon beim Streit um die Sexualkunde im Kindergarten beschrieben.

Damit widerlegt man keine Sorge. Man erklärt sie für unaussprechlich – und überlässt sie der einzigen Partei, die sie noch ausspricht.

Und so wenden sich Eltern, die sich jahrzehntelang selbst für progressiv hielten, von den Parteien ab, die sich heute für progressiv halten, weil sie . Nicht, weil sie ihre Meinung geändert hätten. Sondern weil man ihnen dort unmissverständlich zu verstehen gegeben hat, dass ihre Sorge nicht willkommen ist.

Die Sehnsucht nach Eindeutigkeit, die man damit erzeugt, ist dann hausgemacht. Und sie trifft am Ende nicht nur die Politik, sondern die Kinder: in Form von Eltern, die ihnen vorsichtshalber wieder erklären, was sich für ein Mädchen gehört.

Dabei gibt es eine Antwort, und sie ist nicht neu.

Zurück zu einer alten liberalen Idee

Menschen müssen nicht dem Klischee ihres Geschlechts entsprechen.

Ein fürsorglicher Mann ist nicht weniger Mann.

Ein Junge, der Kleider mag, ist nicht weniger Junge.

Ein Mädchen darf kurze Haare tragen, Fußball spielen, Dinosaurier lieben und mit einem Schwert durch den Garten rennen.

Vielleicht verliebt es sich später in Männer. Vielleicht in Frauen. Vielleicht trägt es mit sechzehn plötzlich nur noch Kleider und findet die Fotos seiner Ritterphase furchtbar peinlich.

Vielleicht auch nicht.

Wir müssen daraus nicht sofort etwas machen.

Meine Tochter braucht keine Theorie über ihre Geschlechtsidentität, um Drachenprinzessin zu spielen.

Und sie braucht erst recht niemanden, der ihr erklärt, dass Schwerter nichts für Mädchen sind.

Wenn sie mich nach einem Schwert fragt, frage ich nur:

Breitschwert Oder Katana?

7 Antworten zu „Girls will be Girls: Breitschwert oder Katana“

  1. Avatar von Warum Tomboys heute zur Identitätsfrage werden – Der Sexismusbeauftragte informiert

    […] Meine Tochter liebt Dinosaurier, Karate und Schwerter. Andere Kinder fragen sie inzwischen, warum sie so viele „Jungssachen“ macht. Meine These: Die neue Rollenstrenge ist keine Sehnsucht nach den Fünfzigern – sie ist die Nebenwirkung eines Aktivismus, der Schwertern wieder ein Geschlecht gegeben hat. Einmal direkt, einmal über die Angst der Eltern.Ki Generierter Podcast zum Blog-Beitrag „Girls will be girls: Breitschwert oder Katana“ […]

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    1. Avatar von tobolein
      tobolein

      Man sollte aufhören Klischees als schlecht dazustellen. Die Mehrheit der Jungs möchte So sein und du hast ein Problem damit.

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      1. Avatar von Fatherleft

        Das Problem liegt offenbar auf Ihrer Seite. Es geht hier nicht darum, dass Klischees schlecht sind, sondern darum, dass die Abweichung vom Klischee genauso wenig schlecht ist. Ein Junge, der Jungssachen mag, ist völlig in Ordnung. Ein Mädchen mit Schwert auch.
        Vielleicht lesen Sie erst einmal etwas mehr auf diesem Blog, bevor Sie alberne Unterstellungen ins Internet bellen und sich den Kontakt zu Menschen verderben, die grundsätzlich eher Verbündete wären. Das ist nach meiner Erfahrung das größte Hemmnis einer erfolgreichen Männerrechtsbewegung: Jeder will das Evangelium vorgeben, nach dem alle zu predigen haben. Und wer nur einen Hammer hat, hält jedes Problem für einen Nagel und jeden Mitstreiter für einen Feind.

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        1. Avatar von tobolein
          tobolein

          In der heutigen Zeit haben Jungs überhaupt keine Möglichkeit mehr unter sich zu sein und sie werden ständig in weiblichen Räumen gedrängt.

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        2. Avatar von Sexismusbeauftragter

          Auch wenn ich kein Freund so pauschaler Opfernarrative bin, habe ich das grundlegende Problem hier schon behandelt.

          Jungs unter sich

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  2. Avatar von ClaudiaBerlin

    Sprichst mir aus der Seele! Ich war 1968 14 und hab dieses großartige Aufbrechen statischer Geschlechtsrollen erlebt und gefeiert. Ein furchtbares Rollback, was da stattfindet – und dass sich Mädchen, die lieber „Jungssachen“ machen, heute womöglich fragen müssen, ob sie vielleicht „ein Junge im falschen Körper“ sind ist richtig schrecklich!

    Grade hab ich KI gefragt, ob es eigentlich noch Butch-Lesben gibt – es gibt sie noch und angeblich gibts da sogar eine Renaissance. Also machen immerhin nicht alle diesen neuen Geschlechterterror mit!

    Gefällt 1 Person

    1. Avatar von Fatherleft

      Ich glaube Butch Lesben sind dafür zu selbstbewust, sich einreden zu lassen sie steckten im falschen Körper.

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