Photo by Annie Spratt on Unsplash

Interessant. Feministinnen wie Dr. Stevie Meriel Schmiedel (ihres Zeichens Chefideologin von PinkStinks) haben offensichtlich erkannt, das „toxische Männlichkeit“ wohl auch das Produkt von Angebot und Nachfrage ist, und dass die Partnerwahl der Frauen wohl auch maßgeblich bestimmt, wie sich das Rollenverhalten in der Beziehung entwickelt. Interessant.
Ob sich wohl irgendeine Frau an ihre Aufforderung hält, ihre sexuelle Präferenz bei der Partnerwahl zu ändern? Und auch mal die so gerne verpönten sensiblen „Weicheier“ als Fortpflanzungspartner in Betracht zu ziehen? Vermutlich nicht, was eigentlich schade ist, denn als jemand, der nicht umsonst viel Zeit mit seinen Kindern verbracht hat (weil mir die Rollenclichees immer ziemlich egal waren), der aber in seiner Jugend eine sehr maskuline Ausstrahlung hatte, wäre ich ja froh gewesen, wenn Frauen das mal tun würden. Dann wären es nicht jene Machofetischistinnen gewesen, die sich als Kerbe in meinem Bettpfosten verewigen wollten, und in meinem Bett gelandet sind. Die waren dann meist enttäuscht, weil ich meine Kinder nicht einfach bei meiner Ex-Frau abgeliefert habe, nur um mehr Zeit für die Befriedigung ihrer sexuellen und Fortpflanzungsbegierden zu haben.
Ich muss sagen, es wäre eine wirklich schöne Vorstellung, wenn für Frauen die Frage „wie bitte, sollte der sie und die Kinder dann ernähren, wenn sie arbeitslos wird?“ sekundär (oder noch besser tertiär) im Kriterienkatalog für die Partnerwahl für relevant hielten. Denn ehrlich gesagt, immer dafür die finanzielle Verantwortung zu tragen, weil die Mutter es für unzumutbar hält, mehr als 20 Stunden pro Woche zu arbeiten, egal, ob man sich die Erziehung teilt, ist eher lästig, und als Patriachales Privileg lieber gestern als Morgen auf dem Müllhaufen der Geschichte zu entsorgen.
Als ich kürzlich 10.000€ Nach- und Vorauszahlungen ans Finanzamt leisten musste, weil der Stress, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen, mich meine Buchhaltung hat vernachlässigen lassen, war es eine unglaublich positive Erfahrung, erstmals eine Frau an meiner Seite zu haben, die dann bei der Bank einfach einen Kredit aufnehmen könnte, der mir den Arsch rettete. Nicht weil ich dann erwarte, dass sie dann auch künftig den kompletten Lebensunterhalt verdienen kann und ich mich lieber um die Kinder kümmere, sondern einfach, weil es ein angenehmes Gefühl war, nach fast 30 Jahren durchforsten des Beziehungsmarktes, endlich eine Frau an meiner Seite zu haben, die es erstens akzeptiert, dass ich bereits Kinder habe, die ich „ihr zuliebe“ nicht einfach bei meiner Ex-Frau entsorge, und die auch noch in der Lage ist – gleichberechtigt – einen Teil der finanziellen Lasten mitzutragen.
Soweit ich das in der Vergangenheit erlebt habe, und wenn ich mir die letzten Studien von Familienministerium und Allensbacher Institut ansehe, scheitert so etwas leider seltener an den Männern, als an den Sicherheitsbedenken der Frauen.
Insofern kann man sich ja schon freuen, wenn Frau Schmiedel endlich mal erkennt, dass es einfach auch selbstverschuldetes Elend ist, wenn Frauen nach 40 Jahren Gleichberechtigung immer noch in 50er Jahre Beziehungsverhältnissen leben.

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