Argumentationstheoretisch hat sich Martin Schulz mit seinem Gender Pay Gap-Tweet in die plumpe Populismusecke begeben, in denen man Gerüchten zufolge sonst eigentlich nur Tweets von Beatrix von Storch oder Bernd Höcke findet.
Warum bekommen unsere Töchter Ø 21% weniger Gehalt als unsere Söhne? Als Vater macht mich das wütend. Als Bundeskanzler will ich das ändern.
— Martin Schulz (@MartinSchulz) 20. August 2017
Blödes FakeNews-Herunterbeten sollte ebenso unter dem Niveau eines ernstzunehmenden Kanzlerkandidaten sein, wie das lösungsbefreite Füttern von abstrusen Diskriminierungsängsten
Wahnvorstellungen in einer Regierungspartei
In der Psychologie definiert sich eine Wahnvorstellung als
eine Überzeugung, die logisch inkonsistent ist oder wohlbestätigtem Wissen über die reale Welt widerspricht und trotz gegenteiliger Belege aufrecht erhalten wird, weil die persönliche Gewissheit der Betroffenen so stark ist, dass sie rational nicht mehr zugänglich sind“ (Butcher, Holley & Mineka, 2009, S. 583).
Quelle: http://lexikon.stangl.eu/4676/wahnvorstellung/
© Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik
Weite Teile der SPD, der Tagespresse und der NetzfeministInnen scheinen nach dieser Definition in Bezug auf die Gender Pay Gap einer Wahnvorstellung zu erliegen.
Egal wie oft selbst das Statistische Bundesamt erklärt, dass die unbereinigte Lohnlücke eben nicht gleiche Arbeit mit gleichem Lohn vergleicht, halten diese Menschen immernoch an dieser Wahnvorstellung fest und haben ihr nun schon seit 10 Jahren sogar einen eigenen Feiertag gewidmet, an dem sie nicht müde werden zu behaupten, das Frauen ja für die gleiche Arbeit über ein fünftel weniger verdienen.
Die SPD hat dieser fixen Idee sogar dieses jahr ein eigenes Wahlplakat spendiert.

Dann von strukturellen Benachteiligungen zu faseln, macht die Sache auch nicht besser. Vor allem wenn man selber diese strukturellen Nachteile seit Jahren mit seiner väterfeindlichen Familienpolitik forciert, in der spätestens nach der Trennung der Vater zahlt und die Mutter erzieht.
Allerdings eins muss ich Herrn Schulz Lassen. Der letzte Teil seines Tweets finde ich persönlich rhetorisch sehr schön:
„Als Vater macht mich das wütend. Als Bundeskanzler will ich das ändern.“
Zeit für einen neuen Hashtag #VaterAlsKanzler
Da es ja nicht nur Väter von Töchtern gibt, sondern auch Väter von Söhnen oder wie in meinem Fall Väter von Töchtern und Söhnen, schreit dieser Satz förmlich nach einem neuen Haschtag #VaterAlsKanzler unter dem diese Väter sich über die gesellschaftlichen Mißstände beklagen unter denen ihre Kinder zu leiden haben. Und die sie als Kanzler beseitigen wollen. Diskriminierung und Benachteiligungen sind heutzutage ein gesellschaftliches Phänomen unter dem Jungen nicht weniger Leiden als Mädchen. Wenn man sich die gesetzlich, festgeschriebene Diskriminierung ansieht unbestreitbar sogar noch mehr.
Ich muss mir nur die selbstbestimmte Familienplanung von meiner Tochter und meinem Sohn ansehen.
Wenn meine Tochter durch einen Verhütungsunfall oder eine Verhütungsmanipulation ihres Partners schwanger wird, hat der Gesetzgeber alle Möglichkeiten geschaffen, um zu verhindern, dass sie nicht gezwungen ist, elterliche Verantwortung zu tragen. Unabhängig davon ob es ihre eigene Trotteligkeit im Umgang mit der Verhütung war, oder böse Absicht des Partner, der entgegen der Absprache doch das Kondom abgezogen hat: Wenn sie die Pflichten als Mutter nicht tragen will muss sie es nicht.
Wenn jedoch bei meinem Sohn die langjährige Freundin still und heimlich die Pille absetzt, weil sie der Meinung ist, mit seiner Zustimmung würde sie nie schwanger werden, dann kriegt er, wenn er sich über die mangelnde Selbstbestimmung bei der Familienplanung beklagt, lediglich zu hören „Hättest du mal ein Kondom benutzt“. Und wenn er das hat und dabei einfach zu trottelig war hört er „Tja, du wolltest Sex, musst du auch die Konsequenzen tragen.“. Ob er das Kind nun wollte oder nicht: Zahlen wird er trotzdem für die nächsten 20 Jahre.
Verantwortungslose Promiskuität wird heute nur noch unseren Töchtern zugestanden.
Als Vater Macht mich das Wütend.
Als Bundeskanzler will ich das ändern.
Also Aufruf zur Etablierung eines neuen Twitter-Hashtag #VaterAlsBundeskanzler und dann der ganzen Kreativität freien Lauf lassen.
Übertragt eure Erfahrungen von Diskriminierungen von Männern und wenn ihr wollte auch Frauen und macht einen Schulz tweet daraus. Falls ihr mehr Text braucht macht eine Grafik daraus. und teilt sie unter dem Hashtag #VaterAlsBundeskanzler und zeigt unseren Politikern, welche Themen ihr im Interesse unserer Kinder gerne wirklich mal angegangen haben wollt.
Ich habe mal den Jean Pütz gemacht und ein paar Beispiele vorbereitet. Wer eine Vorlage ohne Text haben möchte kann mich gerne anschreiben. Ich werde dann nur das SPD-Logo gegen das Logo von „S.P.E.R.M. – Society for the Preservation for Equal Rights for Men“ austauschen, damit unbedarfte Leser nicht glauben, die SPD hätte ja plötzlich richtig gute Wahlkampfkonzepte entwickelt.

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