Ein Leserbrief zum letzten antimaskulistschen Enthüllungsbericht im Neues Deutschland
Spätestens seit Hinrich Rosenbrooks denkwürdige Propagandaschrift wird es langsam langweilig, wenn Männer und Frauen in die rechte Ecke der Frauenhasser geschoben werden, nur weil sie eine Ideologie ablehnen, die in ihrem eigenen Sexismus keine Opfer als Opfer akzeptieren will, wenn diese einen Penis haben.
Der Artikel „Einstiegsdroge Frauenhass“ von Kerstin Wolter und Alex Wischnewski ist leider ein armseliges Stück journalistischer Recherche. Da fragt man sich schon, warum man so eine Arbeit finanziell unterstützen sollte, auch wenn Neues Deuschland so lieb darum bittet. Das kann kaum länger als zehn Minuten surfen auf der Webseite des Online-Pranger „Diskursatlas Antifeminismus“ gedauert haben. Argumente und neue Erkenntnisse suchen interessierte Leser leider Vergebens. Wenn Männer versuchten so kompetenzbefreit über den Feminismus zu schreiben, hieße das zu Recht Mensplaining. Der Artikel ist nur eine Ansammlung von Strohmann-Argumenten und Vorurteilen, mit denen mal wieder versucht wird, die Männerrechtsbewegung in die rechte Ecke zu den Schmuddelkindern um die AfD abzuschieben. Die AutorInnen machen es sich leicht mit ihrem Versuch, auf die männlichen Gegenstücke der FeministInnen einzudreschen. Leider hat das nichts mit der Kritik am Feminismus zu tun, welche Männerrechtler in der Regel so vertreten.
Die meisten Kritiker des Feminismus klagen nicht über die schlechten Geburtenraten.
Bei den gegenwärtigen Ungerechtigkeiten im Sorgerecht sind die Männer eher froh, wenn sie nicht von ihrer Partnerin damit überrascht werden, dass sie einfach mal die Pille abgesetzt hat, weil sie dachte, ihr Partner würde sich freuen. Stattdessen beginnen die meisten Männer sich mit dem Thema Männerrechte auseinanderzusetzen, wenn sie feststellen, wie wenig Rechte sie im Familiengericht als privilegiertes Geschlecht doch haben.
Auch die Tatsache, dass Frauen nun seit 40 Jahren ungehindert in der Arbeitswelt Konkurrenz machen können, ist den meisten Männern heute egal.
Wir hören ja bereits seit den 80ern, vom Untergang des männlichen Geschlechtes, aber solange Frauen in der Mehrheit weiterhin von Männern erwarten, den irgendwann aufkeimenden Familienwunsch zu finanzieren und sie sich immer noch bevorzugt besser verdienende Partner zum Kinderkriegen suchen, ist diese Konkurrenz sowieso nur bis zum Anfang des dreißigsten Lebensjahr ernstzunehmen. Mit 29 bekommt die Frau im statistischen Mittel ihr erstes Kind und ab dann entwickelt sich auch so etwas wie eine Pay Gap zwischen den Geschlechtern. Die hat aber nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern mit Lebensentscheidungen, die suboptimal für die Karriere sind. Als Mann, der lieber seine Kinder groß gezogen hat, anstatt den höchstmöglichen Stundensatz im Projekt raus zu schlagen, kann ich davon ein Lied singen. Meine Pay Gap zu Kollegen, die bereit sind 60 Stunden die Woche, für ein Projekt durch Deutschland zu reisen, liegt bei 30 -40 %. Warum soll ich jammern. Ist ja meine Entscheidung, dass ich lieber miterlebt habe, wie meine Kinder zu großartigen erwachsenen Menschen herangewachsen sind.
Der Feminismus steht auch nicht in der Kritik wegen der Gleichberechtigung, welche er den Frauen gebracht hat.
Auch wenn es hier vielleicht einigen Männern Probleme bereitet, sich ein neues Rollenbild zu generieren. Die meisten Männer, die Ich kenne, sind ganz dankbar, wenn sie eine Partnerin an ihrer Seite haben, die finanziell ähnlich gut aufgestellt ist. Männer haben damit weniger Probleme mit einer besser verdienenden Partnerin, als Frauen, mit einem schlechter verdienenden Partner bei der Familiengründung. Das einzige Problem was Männer vielleicht mit einer besser verdienenden Partnerin haben, ist, wenn diese trotzdem erwartet, dass er ihren Einkommensverlust nach dem ersten Kind kompensiert. Das geht bei einer besser verdienen Partnerin natürlich schwerer.
Die Single-Blase
Es hat letztendlich wenig mit ernst gemeinter Kritik am Feminismus zu tun, dass Männer und Frauen alleine zu Hause sitzen. Das Problem ist hier eher, dass einige Menschen (meist Frauen) nicht verstanden haben, dass sich die meisten Liebesgeschichten im Kino mit dem Wort „Ende“ aus der Affäre ziehen, wenn sie verheimlichen wollen, dass die meisten großen Liebesgeschichten nicht an einem Mangel an Gefühlen scheitern, sondern an der Unfähigkeit diese im Alltag am Leben zu halten. Es ist leider durchaus Arbeit eine Beziehung am Laufen zu halten und es erfordert eine Menge Respekt für die Andersartigkeit des Partners. Wenn man das nicht wahrhaben will, muss man sich halt immer wieder einen neuen Menschen zum Verlieben suchen. Dumm, wenn einem niemand gesagt hat, dass Verliebtsein, eine biologische Haltbarkeit von knapp einem halben Jahr hat. Dann hat „verlieben“ in der Natur nämlich seinen evolutionären Belohnungseffekt meist erfüllt und die Gene sind weitergegeben.
Man kann dem Feminismus eine ganze Menge vorwerfen, aber kaum das, was die Autorinnen seinen Kritikern unterstellen.
Sie liefern ein gutes Beispiel dafür, was man am Feminismus kritisieren kann, wenn sie schreiben:
„Während Frauen noch immer viel weniger verdienen als Männer, viel häufiger Opfer häuslicher und sexualisierter Gewalt werden und nicht vollkommen selbstbestimmt über den Abbruch einer Schwangerschaft entscheiden dürfen, reden Männerrechtler von Genderwahn, Genderterror und Genderdiktatur.“
l. Sie tun damit nämlich genau das, was sie den Männerrechtlern unterstellten. Sie stilisieren Frauen mit Übertreibungen und Falschinformationen zu Opfern, wo normale Menschen eigentlich nur fragen können, wo leben sie?
Wo kann eine Frau nicht vollkommen selbstbestimmt über einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden?
Wer hindert Sie? Ein „verpflichtendes“ Beratungsgespräch? In der gesellschaftlichen Realität ist dieses Gespräch belanglos. Selbst wenn das nur aus einer Nachfrage des Frauenarztes besteht „Und wollen sie es austragen?“ wird sie niemand dafür ins Gefängnis stecken und es schränkt sie in der Entscheidungsfreiheit in keinster Weise ein. Es ist leider so, dass Frauen immer noch mit ihrem Gewissen klar kommen müssen? Na ja, was soll ich sagen. Es wäre ja zu schön, wenn die weibliche Biologie nur ein Berechtigungsgenerator wäre. Leider steckt auch eine Menge Verantwortung darin, dass man den einzigen Körper hat, in dem neues Leben heranwächst. Wer damit nicht klar kommt, sollte vielleicht die Segnungen der Familienplanung VOR der Schwangerschaft nutzen. Immerhin können sie nach der Befruchtung immer noch 12 Woche entscheiden, ob sie die Elternverantwortung ablehnen wollen. Das ist ein Recht und eine Freiheit für die sie von den meisten Männern beneidet werden. Der Vater hat hier überhaupt keine Entscheidungsfreiheit. Wenn die Frau sich für die Schwangerschaft entscheidet, wird er in die Verantwortung genommen. Egal ob die Schwangerschaft ein Verhütungsunfall beim One-Night-Stand war oder seine langjährige Partnerin still und heimlich die Pille abgesetzt hat. In Schweden werden Männer, die letztes machen, dafür (wie Julian Assange) wegen Vergewaltigung angezeigt. Wenn eine Frau allerdings ungefragt den Grund für die männliche Zustimmung zum Sex entfernt… hat er halt Pech gehabt.
Frauen sind häufiger Opfer häuslicher Gewalt?

Die Kriterien in Umfragen, die zu so spektakulären Schlagzeilen wie „Jede dritte Frau erfährt nach dem 16. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt“ sind so niederschwellig, dass vermutlich jeder Mann, der diese Auswahlpunkte genannte bekommt, wenigstens einmal #metoo sagen würde.
In meinem Fall wäre das
- Schubsen oder gestoßen werden
- mit der flachen Hand geschlagen.
- Mit der Faust geschlagen oder getreten worden
- Versuch sie durch Festhalten, zum Geschlechtsverkehr zu zwingen.
- sie gezwungen an einer Form von sexueller Aktivität teilzunehmen, als sie nicht wollte oder nicht in der Lage waren, diese abzulehnen
- Sexuellen Handlungen zugestimmt, weil man Angst vor den Konsequenzen hatte, was geschehen könnte, wenn sie sich weigern.
Das Problem ist allein: Männer werden nicht gefragt, weil niemanden Opferstatus nicht ins Weltbild passt, und niemanden interessiert. Dass Männer in der Polizeistatistik seltener als Opfer auftauchen, hat in der feministischen Argumentation natürlich nichts damit zu tun, dass Männern einfach seltener Übergriffe anzeigen. Wenn JournalistInnen wie Julian Dör Artikel zu Männerproblemen mit „Mimimi“ und einem daumenlutschenden Bodybuilder illustrieren und vorgeben Männerprobleme seien Probleme, die Männer nur haben, weil sich nicht ändern wollen, dann fühlt Mann sich mit ihren Problemen natürlich ernst genommen.
Es hilft natürlich enorm dabei, dass Männer zu ihren Gefühlen stehen und offen über solche Probleme reden. Man stelle sich vor, einer Frau, die einen gewalttätigen Übergriff von ihrem Partner anzeigt, bekäme gesagt: „Da hätten Sie wohl mal netter zu ihrem Mann sein sollen“. Oder „Sowas passiert, wenn sie fremd gehen“. Was glauben sie wie viele Frauen dann noch Übergriffe anzeigen würden?
Wenn die von Ihnen genannten bösen Männerrechtler einen internationalen Kongress zu den Ursachen häuslicher Gewalt veranstalten, werden sie mit gezielten Falschinformationen diskreditiert und die Veranstalter werden unter Druck gesetzt, den Mietvertrag zu den Räumlichkeiten zu stornieren.
Anstatt sich der Debatte zu stellen, versucht die feministische Linke, die missliebigen Meinungen von der Bildfläche zu verdrängen und die Veranstaltung mit falschem Feueralarm zu stoppen. Und Erin Pizzey, die eigentlich als Gründerin des ersten Frauenhauses in England eine Ikone der Frauenbewegung sein müsste ist inzwischen mit ihrer differenzierten Betrachtung der Ursachen von häuslicher Gewalt inzwischen ein Feindbild des britischen Feminismus und war jahrelang Opfer von Mord- und Bombendrohungen, wegen dem Ergebnis ihrer Studie „The Violent Prone“ nach der 62 % der Frauen die in gewalttätigen Beziehungen leben, als „gewaltanfällig“ beschrieben werden können.
Wo verdienen Frauen „viel weniger“ als Männer?
Vorausgesetzt natürlich, man ignoriert nicht die Berufswahl und vergleicht nicht das Einkommen von Putzfrauen mit zwei Wochen Berufserfahrungen mit denen von Ingenieuren mit 25 Jahren Berufserfahrung, wie es beim unbereinigten Gender Pay Gap des Statistischen Bundesamtes getan wird. Die Gender Pay Gap löst sich schon auf, wenn man sich in den bereinigten Zahlen des statistischen Bundesamts die ostdeutschen Zahlen ansieht, oder die Zahlen von Männern und Frauen unter 29 vergleicht. Wenn gleiches Geld für gleiche Arbeit gefordert wird, dann dürften die ostdeutschen Männer Opferstatus anmelden. Vor dem ersten Kind gibt es auch im Rest von Deutschland bei den bereinigten Zahlen keine Gender Pay Gap. Überhaupt leidet die Gender Pay Gap natürlich vor allem unter dem Generationenproblem, denn gegenwärtig tauchen noch viele Frauen in die in dieser Statistik auf, die vor oder erst kurz nach den feministischen Errungenschaften der 70er ihre Karriere starteten.
Das Statistische Bundesamt schreibt dazu in seiner Broschüre „Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen“ von 2010:
„Im Rahmen des oben aufgeführten Erklärungsansatzes wird das Alter als lebenszyklischer Effekt interpretiert. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich hinter dem Einfluss des Alters auch ein Kohorten- bzw. generationsspezifischer Effekt verbirgt, der sich beispielsweise darauf zurückführen lässt, dass weibliche Arbeitnehmer weit zurückliegender Geburtsjahrgänge im Vergleich zu jüngeren Frauen eher schlechter gebildet sind.“
Erwartet man wirklich, dass eine 60-jährige Sekretärin wegen irgendwelcher arbeitsmarktpolitischer Weichen plötzlich ihren gleichaltrigen ex-Schulkollegen überflügelt, der noch nie was von Elternzeit gehört hat und nach der Schule sein Ingenieursstudium begonnen hat? Und noch viel Schlimmer wird dieser Effekt natürlich bei der Gender Pension Gap, wo keine Frau von der Bildungsreform der 70er profitiert hat.
Wenn der Feminismus versucht, mit solchen alternativen Fakten den weiblichen Opferstatus zu untermauern, dann müssen sie sich nicht wundern, dass sie nicht nur von Männern kritisiert werden. Den Frauen, die mit dieser Ideologie nichts zu tun haben wollen, internalisierte Misogynie zu unterstellen, ist auch eine ernstzunehmende Form der Debatte.
Man kann dem Feminismus sicherlich einiges Vorwerfen, nur leider keines von den Strohmann-Argumenten, welches die AutorInnen vom Neues Deutschland den Kritikern in den Mund legen wollen.
Man kann dem Feminismus z.b. vorwerfen, dass er auf der einen Seite dieses „Anderssein der Geschlechter“ ohne wissenschaftlichen Beweis nur als konstruiert sehen möchte und auf der anderen Seite dieses „Anders“ mit deutlichen Bewertung versieht. Beim weiblichen „Anders“ mit einer positiven und beim männlichen „Anders“ mit einer negativen Konnotation. Um es mal mit Alice Schwarzer auszudrücken
„Wie kann verhindert werden, dass diese „Verlierer“ zu Verbrechern werden? Ganz sicher nicht durch ein mehr an Männlichkeit, …, sondern nur durch das Gegenteil: Durch ein Mehr an Menschlichkeit!“
Männlichkeit als Gegenteil von Menschlichkeit bringt die kritikwürdige feministische Haltung sehr gut auf den Punkt. Stellen Sie sich vor, ein Journalist würde folgenden Satz schreiben:
„Wie können wir mehr Gleichberechtigung in der Berufswelt hinbekommen? Nicht durch mehr Weiblichkeit in der Berufswelt, sondern mit dem Gegenteil: Durch mehr Menschlichkeit.“
Ich vermute, das klingt für eine Frau ähnlich komisch, wie für einen Mann das Schwarzer-Zitat.

Oder wenn Michael Gwosdz nicht
„Als Mann weiß ich, jeder noch so gut erzogene und tolerante Mann ist ein potenzieller Vergewaltiger.“
sondern Alice Wedel
„Als Frau weiß ich, jede noch so gut erzogene und tolerante Frau ist eine potenzielle Falschbeschuldigerin.“
gesagt hätte. Das hätte vermutlich im Blätterwald auch unterschiedlich heftige Reaktionen ausgelöst.
Dabei haben beide Aussagen durch das Wörtchen „potenziell“ den identisch gültigen Wahrheitswert.
Dummerweise sind Frauen nicht besser darin, die Aufhebung von Geschlechterrollen zu akzeptieren, wenn diese an ihren Privilegien kratzt. Das konnte man bei der Neuregelung des Sorgerechts 2013 erleben, wo sich gerade die feministischen Parteien am deutlichsten gegen eine Gleichberechtigung von Väter und Müttern gewehrt haben.

Und wenn man sich ansieht wie am 15. März 2018 im Bundestag der Standard „Wechselmodell“ diskutiert wurde, dann ist es erschrecken wie einmütig feministische Parteien Hand in Hand neben der AFD ein überkommen geglaubtes Rollenmodelle verteidigten.
Da fragt man sich, warum man den Feminismus noch nicht in die Rechte Ecke geschoben hat. Vielleicht sollte die Linke, dieselbe Konsequenz mit beim BAMF-Untersuchungsausschuss mal bei der Bundestagsdebatte zum Wechselmodell walten lassen.
Wenn zwei rechte Parteien einen #Untersuchungsausschuss zu den Vorgängen im #bamf fordern, dann wird @dieLinke definitiv nicht ihre Stimme dafür geben. @katjakipping
— DIE LINKE (@dieLinke) 28. Mai 2018
Frauen töten ihre Partner vielleicht seltener, wenn ihre Privilegien infrage gestellt werden, aber sie versuchen häufiger diesen (ex-)Partner mit an den Haaren herbeigezogenen Missbrauchs- oder Gewaltanschuldigungen gesellschaftlich hinzurichten, wenn dieser ein gleichberechtigter Elternteil sein will.
Wie Jordan Peterson es gerade in einem sehr interessanten Interview mit einer feministischen Journalistin klar gestellt hat (ab Minute 46), fußt weibliche Aggression eher darauf durch Mobbing und übler Nachrede Existenzen zu ruinieren. Ich kenne alleine 3 Männer, die sich aus heiterem Himmel Missbrauchsvorwürfen ausgesetzt sahen, als sich für das gemeinsame Sorgerecht oder eine Ausweitung des Umgangs eingesetzt haben. Bei Zweien war dieser Versuch zu mindestens Zeitweise von Erfolg gekrönt.
Das Problem, welches die meisten Männer mit dem Feminismus haben, sind seine simplen Feindbilder. Seine sehr sexistische gut/böse Verteilung.
- Männer sind schuld am elend dieser Welt (auch das ist letztendlich keine feministische Erfindung, sondern ein Produkt der Aufklärung)
- Frauen sind die berufsmäßigen Opfer.
- Gewalt in der Beziehung kann nur ein schützenswertes Opfer haben.
- Privilegien kann nur ein Geschlecht haben.
- Man hebt eine mittlerweile verurteilte Lügnerin aufs Podest, um die Aushebelung von rechtsstaatlichen Prinzipien zu fordern. Frei nach dem Motto »lieber ein weiterer Horst Arnold, als eine weitere Gina Lisa«.
- Dass Frauen vor hundert Jahren das Wahlrecht bekommen haben, ist ein Meilenstein der Geschichte. Dass Männer in den 1000 Jahren der deutschen Geschichte denselben Meilenstein gerade mal 70 Jahre vor den Frauen erkämpft haben und in Großbritannien 50 % der Männer selbst 1918 noch kein Wahlrecht hatten… Geschenkt.
- Männer sind das herrschende Geschlecht, auch wenn 99 % von ihnen überhaupt nichts haben, worüber sie herrschen können.
Die Geschichte war für 99 % von ihnen ein gemeinsamer Kampf mit ihren Frauen gegen die Widrigkeiten des Lebens.
Von einem Blick auf das obere Prozent der Bevölkerung wird eine absurde Privilegierung von 50 % der Menschheit abgeleitet.

Dem Feminismus wird vorgeworfen, dass er einen Keil zwischen die Geschlechter treibt, anstatt den Keil zwischen das 1 % und die übrigen 99 % zu treiben, wo er hingehört, wenn man sich als „links“ bezeichnen will.
Mit so seinem sexistischen Feindbild ist es natürlich bequemer, sich der eigenen Verantwortung für sein Scheitern zu verweigern. Das tun AfD Anhänger nicht anders. Nicht dass sie Vollpfosten sind, wird für ihr Scheitern verantwortlich gemacht, sondern die Tatsache, dass ein paar Ausländer hier Schutz suchen. Aber um es mit Louis C.K. auszudrücken:
“Selbstverständlich klauen Dir Ausländer Deinen Job! Aber wenn Dir jemand ohne Geld, Kontakte und Sprachkenntnisse Deinen Job wegnehmen kann, bist Du vielleicht einfach nur Scheiße!”
Ebenso könnte man den Feministen sagen:
„Wenn Du mit besseren Schulabschlüssen, häufigeren Unversitätsabschlüssen und einer Bevorzugung im öffentlichen Arbeitsmarkt immer noch nicht schaffst, genauso viel zu verdienen, wie ein Geschlecht, welches die Mehrheit der Schulabbrecher, ADHS-Kranken, und Selbstmörder stellt, solltest du dir vielleicht einfach mal überlegen, ob Du Dir Deine Prioritäten richtig ausgewählt hast, oder einfach nur schlecht bist.“
Oder der Lobby der Alleinziehenden:
„Wenn die mit der alleinigen Entscheidungsgewalt über die Reproduktion, den zuverlässigsten Verhütungsmitteln und der rechtlichen Möglichkeit des straffreien Schwangerschaftsabbruch immernoch darüber jammern musst, wie scheiße der Mann ist, den du dir als Vater deines Kindes ausgesucht hast, dann solltest du vielleicht mal darüber nachdenken, was verantwortungsvolle Familienplanung ist.
Deshalb braucht der Feminismus so eine inhaltslose Floskel von einer strukturellen Diskriminierung, um zu rechtfertigen, dass Frauen, auch wenn 40 Jahre, nachdem das letzte die freie Berufswahl behindernde Gesetz gefallen ist, immer noch schlechter performen als ihre männlichen Gegenstücke.
Nachdem die „Women against Feminism“ vor ein paar Jahren recht große Wellen geschlagen haben, jetzt mit Aktionen wie „Wer braucht Feminismus?“ dem mantraartigen Herunterbeten von Verschwörungstheorien und alternativen Wahrheiten jetzt den Rollback zu versuchen, überzeugt leider nur jene, die Partout nicht von ihrer Opferrolle loslassen wollen. Alle anderen nutzen die von ihren Großeltern erkämpften Recht und denken sich „WTF wollt ihr eigentlich?“
FeministInnen könnten ganz schnell etwas für die Gleichberechtigung tun, indem sie die Floskel „Feminismus ist auch für Männer gut, weil er hilft Rollenmodelle aufzubrechen“ mal mit Inhalt zu füllen. Indem sie z. B. für eine Gleichberechtigung im Familienrecht eintreten.
In Schweden hat aktive Väterpolitik 40 Jahre gebraucht, bis der männliche Kinderbetreuer Normalität wurde, inklusive bezahlter Vaterschutz und eine Sorgerechtsregelung, die Männern das Recht zusichert, dass ihr familiäres Engagement auch nach der Trennung noch sein Bestand haben kann, egal wie bindungsintolerant die Mutter ist. Da wird eine Frau, die zwischen ihrer Paar- und Elternebene nicht wechseln kann, nicht als schützenswertes Opfer dargestellt. Da wird dann erwartet, dass sie das Problem mit einem Therapeuten löst.
In Deutschland wehren sich gerade die eher feministischen Parteien, wie die Grünen und die Linke besonders vehement, dagegen, dass Väter hier mal der Gleichberechtigung näher kommen indem sie frei entscheiden können, welches Rollenmodell sie attraktiver finden: Das des Familienfinanzierers oder das des Familienbetreuers.
Und siehe da: Schweden hat auch in Vorständen mehr Gleichberechtigung (sprich Frauen).
Vielleicht ist es doch kein männliches Mimimi, auf die sexistische Grundhaltung des Feminismus hinzuweisen.
Vielleicht ist Gleichberechtigung doch einfach keine Einbahnstraße.

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