Wie der moderne Feminismus aus Mücken strukturelle Elefanten macht
Schon mal was von Paul Graham gehört? Sein Gesetz beschreibt treffend, warum manche Menschen penetranter nach Problemen suchen, je besser es ihnen geht:
„Je weniger echte Probleme übrig bleiben, desto lauter werden die Beschwerden.“
Willkommen im Zeitalter der zunehmenden Penetranz negativer Reste.
Feminismus 2.0: Diskriminierungsdetektive
Früher kämpfte der Feminismus gegen konkrete Ungerechtigkeiten: fehlendes Wahlrecht, Bildungschancen, Gewalt gegen Frauen. Heute? Heute kämpft man gegen sogenanntes „Manspreading“ – Männer, deren Beine nicht feministisch korrekt angewinkelt sind.
Um das dramatischer klingen zu lassen, spricht man lieber von „struktureller Diskriminierung“. Klingt wichtig – und verhindert die Frage, ob diese „Diskriminierung“ vielleicht nur eingebildet ist.
Mikroaggressionen: Jede Kleinigkeit wird strukturell
Du hältst höflich die Tür auf? Mikroaggression! Du erklärst einer Kollegin etwas? Mansplaining! Keine drei Gendersternchen? Strukturelle Gewalt!
Wo keine echten Probleme mehr sind, muss man eben kreativ werden. Und nichts ist kreativer als die feministische Diskriminierungs-Industrie.
Das Paradoxe der Phantom-Diskriminierung
Je weniger eine Gesellschaft diskriminiert, desto obsessiver wird nach „unsichtbaren“, „strukturellen“ Formen der Diskriminierung gesucht. Je gleichberechtigter ein Land, desto lauter die Klagen – ein groteskes Paradoxon.
Währenddessen in der echten Welt…
Während deutsche Feministinnen über Mikroaggressionen debattieren, kämpfen Frauen anderswo gegen echte Ungerechtigkeiten: fehlende Bildung, Gewalt, Zwangsehen.
Aber strukturelle Phantomdiskriminierung in Hörsälen zu bekämpfen, ist komfortabler, als echte Probleme zu lösen.
Zeit für eine Realitätspause
Vielleicht sollten wir wieder zwischen echten Problemen und lächerlichen Befindlichkeiten unterscheiden. Nicht jede Mücke muss zum strukturellen Elefanten aufgeblasen werden – egal, wie laut man dabei „Diskriminierung“ ruft.

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